PILGERZIELE EUROPAS

AVIGNON, LOURDES, SAN SEBASTIAN, LEON, SANTIAGO DE COMPOSTELA, PORTO, FATIMA, ALBUFEIRA, SEVILLA, GRANADA, VALENCIA, MONTSERRAT, BARCELONA, LE PUY EN VELAY, BEAUNE, MEERSBURG

Komm mit auf eine Reise in Wort, Bild und Film-Come on a journey in words, pictures+films

Ein etwas anderes Reisetagebuch – Reisetagebuch und Länderinfo am Ende des Beitrages.

Bienvenue en France / Bienvenido a España / Bem vindo a Portugal / Willkommen in Deutschland

FOTOS:

VIDEOS:

Avignon


Lourdes

Santiago de Compostela
Fatima
Montserrat

Reisetagebuch – The travel diary

Tag 1

Los geht es nachts im Schlafwagen nach Innsbruck, wo wir frühmorgens eintreffen. Kurz darauf der Pick Up in den kommenden Reisebus mit Reisegruppe und geistlicher Reiseleitung. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen starten wir los Richtung Schweiz. Über Zürich und mit einigen Stopps kommen wir am frühen Abend in Avignon, der Stadt der Päpste, am Rhone Ufer liegend, an. Nach dem Abendessen beeilen wir uns zum Papstpalast zu kommen. Hier gibt es im Innenhof abends eine grandiose Lichtshow die ´Luminessences d´Avignon´, welche die Geschichte des Palastes mit viel Farbe und Sound erzählt. Die Ausführungen gibt es auf Englisch oder Französisch. Danach schlendern wir durch die Stadt in unser Quartier zurück. (935 Km)

Tag 2

Am Morgen nach dem Frühstück, bevor wir in das Zentrum eintauchen halten wir für ein Foto an der Pont Saint-Bénézet. Dann geht’s weiter in die Altstadt, vorbei an der Oper zum Palais des Papes, der Kathedrale Notre-Dame-des-Doms, dem Petit Palais und hinan auf das Rocher des Doms von dessen Anhöhe sich eine wunderbare Sicht über die Rhone Ebene ergibt (Kurzvideo). Wir gehen zurück, vorbei an prächtigen, mittelalterlichen Häusern bis zum Boulevard de la Ligne, wo der Bus auf uns wartet. Zu Beginn der Abfahrt gibt es das sich täglich wiederholende Ritual eines Gebetes. Wir setzen die Reise fort zum ersten Höhepunkt der Reise, Lourdes, wo wir zeitgerecht vor Beginn der Marianischen Prozession eintreffen. Nach deren Ende geht es zum Hotel. Unterwegs erstehen wir Kerzen für die täglich um 21:00h stattfindende Lichterprozession. Nach dem Dinner gehen wir den kurzen Weg durch die Stadt, um rechtzeitig vor Beginn bei der Grotte von Massabielle zu sein. Nachdem sich die Prozession in Bewegung gesetzt, vornweg trägt man die Statue Mariens, führt sie über die Esplanade bis zur Rosenkranzbasilika. Wie alle Wallfahrer in der Prozession entzünden auch wir die mitgebrachten Kerzen als Erinnerung an unsere Taufe. Gebetet wird der Rosenkranz bis zum Ende, wo dann der Segen gespendet wird. Nur langsam löst sich die Menge auf. Wir gehen in den Kreisen der vielen Pilger aus aller Welt zurück zum Hotel. (500 Km)

Tag 3

Noch vor dem Frühstück beginnen wir den Tag mit einem feierlichen Gottesdienst an der Erscheinungsgrotte, wo die „weiße Dame“ dem kleinen Mädchen Bernadette erschien, gehen noch einmal zu den drei übereinander liegenden Kirchen (Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Krypta, die erste Kirche in Lourdes und die farbenprächtige Rosenkranzbasilika). Dann steigen wir hinab in die Papst Pius X. geweihte größte unterirdische Basilika der Welt (Kurzvideo). Kehren danach für das Frühstück ins Hotel zurück, steigen im Anschluss daran in den schon wartenden Bus mit dem Ziel San Sebastian. Hier angekommen steigen wir am Ufer des Rio Urumea vom Bus auf einen Bummelzug zur Stadtrundfahrt um. Dann bleibt noch Zeit für einen Besuch in der von den Einheimischen liebevoll La Parte Vieja genannten Altstadt. Wir sehen unter anderem den Plaza de la Constitución und ein wahres Labyrinth an kleinen Straßen, die von Pintxo-Bars (Baskische Version der Tapas) und Geschäften gesäumt werden. In einer dieser Pintxo-Bars nehmen wir einen Imbiss zu uns, um dann zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wir fahren weiter und stoppen in Burgos wo wir die Catedrale de Burgos in ihrer großartigen Architektur und ihrer einzigartigen Sammlung von Kunstwerken, darunter Gemälde, Chorstände, Reredos, Gräber und Buntglasfenster, dem Grab von El Cid und seiner Frau Doña Jimena auf einem Rundgang besuchen. Dann setzen wir die Fahrt fort zum heutigen Tagesziel Leon, wo wir am frühen Abend eintreffen. Es heißt sich für den Abend vorbereiten da nach dem Abendessen ein geführter Rundgang durch das historische Zentrum ansteht. Zur Catedrale Santa Maria de Leon, über die Plaza de Regla, durch die mit Leben erfüllten Gässchen und einer Besichtigung der Basilica de San Isidora, wo sie endet. Da es spät geworden löst sich die Gruppe rasch auf und so lassen wir uns mit einigen wenigen zu einem Glas Wein im Gastgarten einer Bodega noch für ein Weilchen nieder um über das erlebte zu plaudern. (390 Km)

Tag 4

Heute fahren wir auf der Autovia del Noroeste Richtung Westen, vorbei an Ponferrada, mit der von den Tempelrittern gegründeten Festung zum Schutz der Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Nach Ankunft in der Hauptstadt Galiciens spazieren wir durch die Arcaden in der Rua do Vilar zur Catedral Santiago de Compostela, um gemeinsam eine Messe zu feiern. Hier vor der Kathedrale, dem Endpunkt des Jakobsweges finden sich auch alle Pilger für eine Abschluss Messe zusammen (Kurzvideo). Ein anschließender Rundgang, das romanischen Juwel Pórtico de la Gloria, Krypta des Hl. Jakobus und das Museum runden den Besuch ab. Eine Fahrt durch die Altstadt mit dem vor der Kathedrale haltenden Bummelzug ist die ideale Ergänzung. Bis zum Dinner nutzen wir die Gelegenheit die historische Altstadt noch ausreichend zu erkunden. (345 Km)

Tag 5

Fort vom Ende des Camino Frances führt die heutige Fahrt zunächst nach Porto. Den Bus verlassen wir bei Ankunft vor der Igreja de Santo Antonio dos Congregados. Vorbei am Bahnhof Sao Bento mit den noch erhaltenen blau-weißen Azulejos (Wandkacheln) in der Vorhalle zur Sé Catedral do Porto mit noch einigen Elementen ihres ursprünglichen Stiles als Burgkirche. Am Pelourinho stehend haben wir eine schöne Sicht auf die Stadt. Der Bus nimmt uns wieder auf, um uns in den Hafen zu bringen. Es folgt eine Bootsfahrt am Rio Douro von der aus der Sicht auf das Wahrzeichen der Stadt, die Ponte Louis I, wunderbar ist. Danach essen wir eine Kleinigkeit und fahren von hier mit der Teleferico de Gaia hoch zum Mosteiro da Serra do Pilar. Hier eröffnet sich uns ein traumhafter Blick auf Porto mit der zu unseren Füßen liegenden Ponte Luiz I bis hin zur Terreiro da Se. Nach der Besichtigung geht es zurück hinunter und die Reise setzt sich fort nach Fatima. Vom Hotel begibt sich die Gruppe zum Heiligtum des Wallfahrtortes, zur Capela das Aparicoes, dem Erscheinungsort. Anders als etwa im französischen Wallfahrtsort Lourdes, steht in Fatima die Sühne noch vor der Krankenheilung. Wir verweilen hier, überqueren dann den Platz und treten ein in die Santiario de Fatima mit den Grabstellen der Hirtenkinder. Es wird eine Messe gefeiert und im Anschluss daran besuchen wir noch die gegenüber befindliche Igreja da Santissima Trinidade, die 4. größte Basilika der Welt. Zurück im Hotel bereiten wir uns für die auf das Nachtmahl folgende Lichterprozession vor (Kurzvideo). Diese empfinden wir, ob deren Ähnlichkeit mit Lourdes, doch in einer anderen Stimmung. Wir gehen im Gespräch vertieft zurück zum Hotel. (425 Km)

Tag 6

Die heutige Fahrt bringt uns nach Granada, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Obwohl es genügend Zeit bis zur Dämmerung gibt bleiben wir heute bei unserer Unterkunft, die etwas außerhalb des Zentrums sich befindet. Einfach ein gemeinschaftlicher Abend. (695 Km)

Tag 7

Im Anschluss an das Frühstück kommen wir zu einem weiteren Highlight: die Alhambra. Wir verlassen den Bus bei der Parroquia de Santa Maria de la Encarnation und treten durch das Puerta del Vino in die Burganlage ein. Wir kommen zum Palacios Nazaries, Patio de Comares, Patio de los Leones, Sala de las dos Hemanas, Palacio de Carlos V, in den Jardines Nuevos und dem Torre de las Damas. Viel an einstürmenden Erlebnissen für Auge, Ohr und Seele. Es ist weit nach Mittag als wir die Palastanlage verlassen und zum Tagesziel Valencia aufbrechen. Hier starten wir sofort nach der Ankunft mit einer Stadtführung beim Palace Marques dos Aguas mit seiner fantastischen Fassade. Catedral de la Valencia und Plaza de la Virgen, die Lonja de la Seda, Palau de la Generalitat, Plaza del Ayuntamiento und Plaza de la Reina. Es ist Nacht als wir zum Hotel zurückkehren. (250 Km)

Tag 8

Die heutige Fahrt führt uns entlang der Küste. Wir kommen vorbei am Castillo de Alcalá de Chivert und dem Ebro Delta, ehe wir in das Landesinnere abzweigen in den Parc Natural de la Muntanya de Montserrat, wo die Straße ihr Ende findet. Wir verlassen den Bus an der Seilbahnstation und blicken empor zu der auf 721m Höhe liegenden Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat (Kurzvideo). Hier wird die aus dem 12. Jahrhundert stammende Mariendarstellung Mare de Déu de Montserrat, im Volksmund La Moreneta (Die Braune), verehrt. Die Seilbahn welche 1930 von einer Leipziger Firma gebaut wurde bringt uns zum Kloster hinauf. Eine Alternative wäre auch die Fahrt mit der wiedereröffneten Zahnradbahn Cremallera de Montserrat. Oben angekommen, am Souvenirladen vorbei stärken wir uns zunächst in der Cafeteria um dann in der Klosterkirche das täglich um 13:00h erklingende Marienlied Virolai das von der Escolania de Montserrat gesungen wird, einem Knabenchor, der zu dem ältesten Europa zählt. Die Leute zerstreuen sich danach und wir feiern noch eine Messe. Danach besuchen wir das anschließende Museum um uns an Werken von Archäologie, liturgischen Gegenständen aber vor allem an den Gemälden von Caravaggio, Tiepolo, Monet, Degas, El Greco, Picasso und Dali oder Giordano zu erfreuen. Dann geht es zum Treffpunkt mit der Gruppe und weiter zum heutigen Endziel Barcelona. Nach einer Erfrischung am Zimmer starten wir los in dem innerstädtischen Flair im Barri Gotic, weiter zur Cathedrale de la Santa Creu i Santa Eulalia, Eglesia de Sant Sever, Casa del Canonges, Pont del Bisbe, Placa de Saint Jaume und von da auf die La Rambla der 1,2 Kilometer langen Promenade im Zentrum, die den Plaça de Catalunya mit dem Alten Hafen verbindet.  Vom Placa Reial kommen wir ins Hotel zurück. (420 Km)

Tag 9

Den Tag beginnen wir mit einer Stadtrundfahrt um sich einen Überblick zu verschaffen. Diese endet, an der Kolumbussäule vorbei auf der La Rambla in der Nähe des Gran Teatre del Liceu. Nach der Trennung von der Gruppe beginnen wir den Nachmittag gleich hier mit einer Führung. Weiter die La Rambla entlang biegen wir ab zur Basilica de Santa Maria del Pi. Wieder zurück und weiter, vorbei an von Gaudi entworfenen Gebäuden betreten wir für eine Aufmunterung das emblematische Restaurant Navarra del Passeo de Gracia. Gestärkt verlassen wir dieses wieder und steuern auf das Wahrzeichen Barcelonas die Sagrada Familia oder auf Katalanisch Basilica i Temple Expiatori de la Sagrada Familia zu. Dieser Kirchenbau, dessen Grundsteinlegung 1882 erfolgte wurde von Antoni Gaudi ab 1883 fortgesetzt und ist bis heute unvollendet. 2010 nach Fertigstellung des Innenraums erhob der Papst die Kirche in den Rang einer päpstlichen Basilica minor. Über die Passionsfassade betreten wir den Innenraum und staunen über die Veränderungen seit unserem letzten Besuch. Für ein kurzes Gebet halten wir inne und verlassen die Basilica durch die Geburtsfassade. Jetzt stoppen wir ein vorbeikommendes Taxi und lassen uns zum Park Güell bringen der den Eindruck absoluter Natürlichkeit vermittelt. Den Park betreten und verlassen wir bei den Pförtnerhäuschen unterhalb der Halle der 100 Säulen. Mit einem Taxi zurück in den Trubel auf der La Rambla und später zum Hotel.

Tag 10

Von Barcelona aus reisen wir in das französische Le Puy en Velay, am Jakobsweg liegend und einer der schönsten Orte im Land. Die Fahrt führt uns entlang der Küste, wo wir bei Le Perthus die Grenze nach Frankreich passieren. Montpellier durchfahren wir, um in Nîmes in das Landesinnere abzuzweigen. Wir durchqueren den Parc national des Cevennes und nähern uns dem Tagesziel, von dem man schon die Statue Notre Dame de France im Licht der Sonne erkennen kann. Nach dem Zimmerbezug trennen wir uns von der Gruppe und gehen die engen Gassen der Altstadt den Mont Anis empor Richtung Basilica minor. Unterwegs statten wir der Gite welche mich am Jakobsweg beherbergt einen Besuch ab, bei dem ich meine Herbergseltern wiedersehe. Noch ein letztes Stück bevor wir die Basilica durch das Nordportal betreten. Wir sehen den, „Fieberstein“ in der kleinen Seitenkapelle dicht neben dem marianischen Chor und als eines der ältesten marianischen Heiligtümer Europas die hier befindliche Schwarze Madonna. Das Heiligtum ist auch Ausgangspunkt des meistbegangenen aller Jakobswege, der Via Podiensis. Nach einem kurzen Gebet machen wir uns auf den Rückweg. Beim Hotel setzen wir uns noch zum Plaudern in den Gastgarten bevor wir nach oben ins Zimmer gehen. (790 Km)

Tag 11

Vom Frühstück weg geht es zur Basilica hinauf. Am Weg dahin lassen wir uns von dem Weg säumenden Kunstläden begeistern (Kurzvideo). Diesmal betreten wir das Kirchenschiff über die zum Hauptportal führende Treppe mit 134 Stufen. Nach der für die Gruppe ausgerichteten Messe sehen wir uns noch einmal im Kirchenschiff um und hinterlassen eine Kerze bei der Schwarzen Madonna und dem Hl. Jakob. Das erinnert mich an die einst am Jakobsweg mitgeführten Bibelauszüge: 

Wenn Du traurig bist, lese * Johannes 14.
Wenn Menschen gegen Dich sprechen, lese * Psalm 27.
Wenn Du wütend bist, lese * Psalm 51.
Wenn Du dir Sorgen machst, lese * Matthäus 6, 19-24.
Wenn Du in Gefahr bist, lese * Psalm 91.
Wenn Gott weit weg zu sein scheint, lese * Psalm 63
Wenn Dein Glaube gestärkt werden muss, lese * Hebräer 11.
Wenn Du einsam und ängstlich bist, lese * Psalm 22.
Wenn Du hart und kritisch bist, lese * 1 Korinther 13.
Um das Geheimnis des Glücks zu kennen, lese * Kolosser 3,12-17
Wenn Du dich traurig und einsam fühlst, lese * Römer 8,31-39
Wenn Du dir Frieden und Ruhe wünschst, lese * Matthäus 11, 25-30
Wenn Dir die Welt größer erscheint als Gott, lese * Psalm 90.g
 

Danach gehen wir das Stück Weg weiter zur Statue Notre Dame de France. Im Inneren steigen wir bis zur Krone empor und genießen den 360° Rundumblick. Dann müssen wir auch schon wieder zurück denn die Reise geht weiter. Sie bring uns über Lyon, wo wir am Musee de Confluences vorbeikommen, nach Beaune. Da angekommen halten wir an einer Weinkellerei, die wir bei einer Führung besuchen und im Anschluss daran auch noch verschiedene Weine verkosten. Nach dem Check Inn im Hotel streifen wir durch das als Zentrum des Weinbaugebietes bekannte kleine Städtchen. Dabei sehen wir das Hotel Dieu, gehen in die Collegiale Notre Dame, besuchen ein altes Winzerhaus und ergattern einen Platz im Gastgarten eines Restaurant gegenüber dem Porte Marie de Bourgogne. Gerade zur richtigen Zeit, um beim Abendessen die Lichtershow auf dieses Gebäude zu sehen. Ein krönender Abschluss der Reise. (285 Km)

Tag 12

Der letzte Tag der Reise ist angebrochen. Von Beaune über Mühlhausen, durch den Schwarzwald nach Meersburg am Bodensee. Mittagsrast und der letzte Halt auf der Fahrt. Wie nehmen eine Kleinigkeit zu uns, spazieren über die Strandpromenade und durch die Fußgängerzone zurück zum Bus. Nun über Bregenz, durch den Arlberg das Inntal entlang kommen wir zum Ausgangspunkt der Reise. Nach Verabschiedung beeilen wir uns zum Hauptbahnhof, um unseren Zug nach Wien zu erreichen, wo wir mitten in der Nacht zurück sind. (660 Km)

FRANKREICH

ist ein demokratischer, interkontinentaler Einheitsstaat mit Überseeinseln und -gebieten auf mehreren Kontinenten. Das Land ist die einzige Atommacht der Europäischen Union, eines der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und hatte 2010 die weltweit dritthöchste Anzahl an Kernwaffen. Es ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, Mitglied der Frankophonie, der G7, der G20, der NATO, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Lateinischen Union. Der höchste Berg Frankreichs ist der 4810 Meter hohe Mont Blanc; er wird oft auch als höchster Berg Europas angesehen. Frankreich ist in 18 Regionen unterteilt, davon befinden sich 13 in Europa, und fünf sind französische Überseegebiete (France d’outre-mer (FOM): Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion. Französisch ist Arbeitssprache bei den Vereinten Nationen, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der Europäischen Kommission und der Afrikanischen Union. Laut Verfassung ist der direkt vom Volk gewählte Staatspräsident das höchste Staatsorgan. Er steht über allen anderen Institutionen. Das Parlament der V. Republik besteht aus zwei Kammern. Diese werden indirekt für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. In Frankreich übernimmt heute, in der Fünften Republik, der Verfassungsrat (Conseil constitutionnel) die Kontrollfunktion innerhalb des politischen Systems. Das Land ist Gründungsmitglied aller EU-Vorgängerinstitutionen seit den 1950er-Jahren. Frankreich ist auch Teil der Eurozone, einer Währungsunion von insgesamt 19 EU-Staaten, die etwa 330 Millionen Einwohner umfasst. Frankreich leitet seinen Rang in Europa und der Welt auch aus den Eigenheiten seiner Kultur ab, die sich auch über die Sprache definiert (Sprachschutz- und -pflegegesetzgebung). Frankreich verfolgt in der Europäischen Union, der UNESCO und der Welthandelsorganisation (WTO) mit Nachdruck seine Konzeption der Verteidigung der kulturellen Vielfalt („diversité culturelle“): Kultur sei keine Ware, die schrankenlos frei gehandelt werden kann. Die französische Küche (Cuisine française) gilt seit der frühen Neuzeit als einflussreichste Landesküche Europas. Frankreich gilt als der Geburtsort des Filmes. Im Jahre 1895 veranstalteten die Brüder Lumière in Paris die erste kommerzielle Filmvorführung. Der Nutzung von sozialen Medien kommt eine immer bedeutendere Rolle zu. Die Bruttoreichweite sozialer Netzwerke betrug per Januar 2011 24,8 Millionen Personen. Die Bibliotheken sind weitgehend Mediatheken. Mehr als 40 Prozent der Franzosen über 15 Jahren sind eingeschriebene Bibliotheksgänger und leihen zu 90 Prozent Bücher aus.

SPANIEN

ist ein Staat mit den Balearischen Inseln im Mittelmeer, den Kanarischen Inseln im Atlantik und zwei Exklaven in Nordafrika. Staatsform ist eine parlamentarische Erbmonarchie. Die Hauptstadt und größte Metropole ist Madrid, weitere Ballungszentren sind Barcelona, Valencia, Sevilla, Bilbao, Zaragoza und Málaga. Spanien ist Mitglied der UNO, der EU, der OECD und der NATO. Außerdem gehören die im Mittelmeer gelegenen Balearen und die Kanaren im Atlantik sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Meilla zum Staatsgebiet. In Frankreich besitzt Spanien die Exklave Llívia. Weiter gehören Spanien mehrere unmittelbar vor der marokkanischen Küste gelegene Inseln: Islas Chafarinas, Peñón de Alhucemas, Isla del Perejil, dazu die Halbinsel Peñón de Vélez de la Gomera. Die Isla de Alborán liegt 50 Kilometer nördlich der marokkanischen Küste. Eine weitere Gruppe kleiner Inseln und Felsen, die Islas Columbretes, liegt etwa 55 Kilometer östlich von Castellón de la Plana, auf demselben Breitengrad wie Mallorca. Gebirgssysteme im Norden sind die Pyrenäen (bis 3404 Meter), die die Begrenzung zum restlichen festländischen Europa bilden. In Spanien liegt der wichtige Wallfahrtsort Santiago de Compostela, das Ziel zahlreicher Pilger auf dem Jakobsweg. Es ist für Spaniens Katholiken nicht ohne weiteres möglich, sich von der Kirche offiziell loszusagen, da das spanische Recht den Akt des Kirchenaustritts nicht kennt und Spaniens katholische Kirche höchstrichterlich von der Pflicht entbunden wurde, die Daten ihrer Mitglieder auf deren Wunsch aus den Kirchenbüchern zu löschen. Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 stieg Spanien vorübergehend zu einer christlichen Weltmacht auf. Anfang des 19. Jahrhunderts, brachten den meisten Kolonien die Unabhängigkeit. 1898 besiegelte die Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg das Ende des Kolonialreiches. 1931 wurde Spanien zur Republik. Im Juli 1936 putschten Teile des Militärs unter Führung von Generalissimus Francisco Franco. Es folgte der Spanische Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Putschisten wichtige Hilfe durch das faschistische Italien und das nationalsozialistische Deutschland erhielten. 1939 endete der Krieg. 1947 restaurierte Franco die Monarchie und ernannte Juan Carlos I. 1969 als Staatsoberhaupt zu seinem Nachfolger. Dieser leitete nach dem Tod des Diktators am 20. November 1975 einen Demokratisierungsprozess (span. Transición) ein. Durch die Verabschiedung einer Verfassung wurde Spanien 1978 zu einer parlamentarischen Monarchie. Während der 1980er Jahre wurde Spanien Mitglied der NATO und der EU und erlebte einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Spanien ist seit 1955 Mitglied der Vereinten Nationen und war 2015–2016 nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat. Spanien ist Mitglied der Europäischen Union (EU) seit dem 1. Januar 1986 sowie der Eurozone. Spanien gehört kontinentalen Organisationen wie der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der Westeuropäischen Union (WEU) und der Europäischen Verteidigungsagentur (EVA) an. Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 ist Spanien ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie (Art. 1, Abs. 3 der spanischen Verfassung). Der Königstitel ist erblich. Der König ist Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Wohnsitz der Königsfamilie ist der Palacio de la Zarzuela in Madrid. Die Rolle der spanischen Krone wird in der Verfassung im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt. Ein typisch spanisches Spektakel ist der Stierkampf. Nach Meinung seiner Anhänger ist er als eine Kunst anzusehen, in der Eleganz und Ästhetik eine wichtige Rolle spielen. In den Augen vieler Kritiker stellt er eine archaische und brutale Tradition dar, die es aufgrund der mit ihr verbundenen Tierquälerei nicht wert sei, in ihrer heutigen Form fortgeführt zu werden. In Spanien werden für jedes Jahr 14 Feiertage definiert. Einige hiervon sind staatlich, einige werden von der Autonomen Gemeinschaft bestimmt, je ein Feiertag von der Provinz (in der Regel der Schutzpatron der Provinz) und ein Feiertag von der Gemeinde beziehungsweise vom Ort (in der Regel der Schutzpatron der Gemeinde). Die Feiertage werden jährlich für das Folgejahr von jeder Autonomen Gemeinschaft veröffentlicht und können variieren. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der darauffolgende Montag je nach Branche arbeitsfrei.

Portugal

Portugal ist der westlichste Punkt Kontinentaleuropas. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Das im 12. Jahrhundert gegründete Königreich Portugal initiierte im 15. Jahrhundert das Zeitalter der Entdeckungen und stieg zum ersten weltumspannenden Weltreich auf. Das Königreich schuf eines der größten Kolonialreiche mit Besitzungen in Afrika, Asien und Südamerika. 1910 kam es durch einen militärischen Aufstand zum Sturz der portugiesischen Monarchie. Die Erste Portugiesische Republik trat am 5. Oktober 1910 in Kraft und bestand bis zum Militärputsch im Jahre 1926. Portugal ist Gründungsmitglied der NATO (1949) und der OECD (1948) und Mitglied der Vereinten Nationen (seit 1955), des Europarats (seit 1976) und der Schengener Abkommen (seit 1995). Zum 1. Januar 1986 trat Portugal zusammen mit Spanien den Europäischen Gemeinschaften (EG) bei, aus denen später die EU entstand. Portugal galt damals als ärmstes Land der EG. Portugal zählt außerdem zu den Gründungsstaaten der Eurozone. Trotz seiner vergleichsweise konservativen, katholizistischen Gesellschaft hat sich das traditionell weltoffene Land heute zu einem sehr liberalen Land entwickelt, was sich beispielsweise in der 2001 eingeführten und international beachteten liberalen Drogenpolitik Portugals oder der vergleichsweise fortschrittlichen Situation der Homosexualität in Portugal zeigt. So wurde die vollumfängliche gleichgeschlechtliche Ehe in Portugal bereits 2010 legalisiert (zum Vergleich: Deutschland 2017, Österreich 2018, Schweiz 2022). 2020 wurde die portugiesische Hauptstadt Lissabon zur Umwelthauptstadt Europas gekürt. Zu Portugal gehören auch die Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und die Azoren (Habichtsinseln) im Atlantik. Der höchste Berg Portugals (Ponta do Pico, 2351 m) befindet sich auf der Azoreninsel Pico. Die wichtigsten Flüsse Portugals sind der Tejo, welcher in Spanien unter dem Namen Tajo entspringt, der Douro (spanisch Duero) und der Mondego, wobei letzterer nur durch Portugal fließt. In Portugal herrscht Religionsfreiheit. Die offizielle Trennung von Staat und Kirche erfolgte mit der republikanischen Revolution von 1910. Heinrich der Seefahrer (1394–1460) initiierte Entdeckungsreisen an der westafrikanischen Küste, die am Beginn der Errichtung des portugiesischen Kolonialreiches zuerst in Afrika, später in Südamerika (Brasilien) sowie Asien (Portogiesisch-Indien, Ceylon, Malakka, Macau u. a.) und der europäischen Expansion standen. Das Land wurde zu einer Großmacht und aufgrund der Einkünfte vor allem aus dem Indienhandel eine der reichsten Nationen Europas.  Am 7. September 1822 erlangte Brasilien unter Kaiser Pedro I. seine Unabhängigkeit. Am 3. Oktober 1910 wurde der republikanische Abgeordnete Miguel Bombarda unter ungeklärten Umständen ermordet. In der Nacht kam es daraufhin in Lissabon zu Aufständen. Eine schnell gebildete provisorische Regierung rief am 5. Oktober 1910 die Republik aus. Portugal ist Gründungsmitglied der 1949 geschaffenen NATO. Nach dem Militärputsch von 1974 wurde am 14. Mai 1974 ein neues Wahlgesetz beschlossen. Zum ersten Mal in der portugiesischen Geschichte war damit das allgemeine Wahlrecht anerkannt und wurde im folgenden Jahr ausgeübt: Im April 1975 wurden die Mitglieder der Konstituierenden Versammlung gewählt, die die Verfassung von 1976 konzipierte. Die neuen Machthaber entließen die portugiesischen Kolonien in die Unabhängigkeit (1974/1975), Macau folgte 1999. Eanes und der Vorsitzende der Sozialistischen Partei Mário Soares (Regierungschef von 1976 bis 1978 und 1983 bis 1985, Staatspräsident von 1986 bis 1996) führten das Land schließlich 1986 in die Europäische Gemeinschaft. Im Juli 2004 wurde Barroso vom Europäischen Rat zum Nachfolger von Romano Prodi als Präsident der Kommission der Europäischen Union nominiert. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wurde Pedro Santana Lopes. Portugal beteiligte sich mit Truppen an der Friedenssicherung auf dem Balkan. Im Jahre 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte wie elf andere Staaten am 1. Januar 2002 den Euro als Zahlungsmittel ein. Portugal gehört zu den weltführenden Nationen in der Wolframproduktion. Im Juni finden in ganz Portugal Feste zu Ehren der drei Volksheiligen (Santos Populares) statt. Diese drei Heiligen sind Antonius, Johannes und Petrus. Gefeiert wird mit Wein, água-pé (Most), traditionellem Brot mit Sardinen, Straßenumzügen und -tänzen, Hochzeiten, Feuer und Feuerwerk sowie viel guter Laune. Santo António wird in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni gefeiert, vor allem in Lissabon (wo dieser Heilige geboren wurde und lebte), wo eine Art Straßenkarneval (Marchas Populares) stattfindet. Zu diesen Tagen gibt es Hochzeiten, die Casamentos de Santo António. Der populärste Heilige ist São João (hl. Johannes), für den am Johannistag vor allem in Porto und Braga gefeiert wird, wobei es Sardinen und Caldo Verde (eine traditionelle Suppe) gibt. Zu Ehren von São Pedro wird am 28. und 29. Juni gefeiert, besonders in Póvoa de Varzim und Barcelos, wobei diese Feste dem Meer gewidmet sind. Dabei gibt es Feuer (fogeiras) und einen Straßenkarneval.

Deutschland

Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland stellt die jüngste Ausprägung des 1871 begründeten deutschen Nationalstaates dar. Bundeshauptstadt und Regierungssitz ist Berlin. Frankfurt am Main ist als europäisches Finanzzentrum von globaler Bedeutung. Das ab dem 10. Jahrhundert bestehende römisch-deutsche Reich, das aus vielen Herrschaftsgebieten bestand, war wie der 1815 ins Leben gerufene Deutsche Bund und die liberale demokratische Bewegung Vorläufer des späteren deutschen Gesamtstaates, der 1871 als Deutsches Reich gegründet wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1918 die Monarchie abgeschafft und die demokratische Weimarer Republik konstituiert. Ab 1933 führte die nationalsozialistische Diktatur zu politischer und rassistischer Verfolgung. Der vom NS-Staat 1939 begonnene Zweite Weltkrieg endete 1945 mit der Niederlage der Achsenmächte. Das von den Siegermächten besetzte Land wurde 1949 geteilt. Der Gründung der Bundesrepublik als demokratischer westdeutscher Teilstaat am 23. Mai 1949 folgte die Gründung der sozialistischen DDR am 7. Oktober 1949 unter sowjetischer Hegemonie. Die innerdeutsche Grenze war nach dem Berliner Mauerbau (ab 13. August 1961) abgeriegelt. Nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 erfolgte die Lösung der deutschen Frage durch die Wiedervereinigung beider Landesteile am 3. Oktober 1990. Deutschland ist Gründungsmitglied der Europäischen Union und ihrer Vorgänger (Römische Verträge 1957) sowie deren bevölkerungsreichstes Land. Mit 18 anderen EU-Mitgliedstaaten bildet es eine Währungsunion, die Eurozone. Es ist Mitglied der UN, der OECD, der OSZE, der NATO, der GZ, der G20 und des Europarates. Die Vereinten Nationen unterhalten seit 1951 ihren deutschen Sitz in Bonn („UNO-Stadt“). Die Bundesrepublik Deutschland gilt als einer der politisch einflussreichsten Staaten Europas und ist ein gesuchtes Partnerland auf globaler Ebene. Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit ist die deutsche Sprache. Daneben gibt es Regional- und Minderheitensprachen und sowohl Deutsche als auch Migranten mit anderen Muttersprachen. Ab der Reichsgründung 1871 setzte ein Bedeutungswandel ein, von Deutschland als Kulturnation hin zur Staatsbezeichnung, unter geografischer Einschränkung auf das heutige Gebiet. Im Wattenmeer, der niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste unmittelbar vorgelagert, liegen die Friesischen Inseln. Das inmitten der Deutschen Bucht gelegene Helgoland ist die am weitesten vom Festland entfernt liegende bewohnte deutsche Insel. Die größten deutschen Inseln in der Ostsee sind (von West nach Ost) Fehmarn, Poel, Hiddensee, Rügen und Usedom. Rügen ist zugleich die größte deutsche Insel. Größte Halbinsel ist Fischland-Darß-Zingst. Wie der Großteil West- und Mitteleuropas ist das heutige Deutschland bis zur Spätantike zurückreichend christlich-abendländisch geprägt. Mit der Novemberrevolution und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 endete das Deutsche Kaiserreich. Staatskanzler Hindenburg ernannte Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler.  Dessen endgültige Machtübernahme erfolgte fünf Tage später, als der Reichstag das Ermächtigungsgesetz verabschiedete und damit Hitlers Regierung auch die Gesetzgebung überließ.  Nachdem das Deutsche Reich am 1. September 1939 den Überfall auf Polen begonnen hatte, erklärten Großbritannien, Kanada, Australien, Indien, Neuseeland, Südafrika und Frankreich Deutschland den Krieg. Der Zweite Weltkrieg endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. Das Grundgesetz der in Westdeutschland entstandenen Bundesrepublik wurde am 23. Mai 1949 verkündet und zum Folgetag in Kraft gesetzt.  Den provisorischen Charakter verlor das Grundgesetz mit der Wiedervereinigung, indem die DDR seinem Geltungsbereich zum 3. Oktober 1990 beitrat. Mit dem Ende der Viermächteverantwortung erlangte das vereinte Deutschland volle Souveränität. Artikel 20 GG legt – durch die Ewigkeitsklausel gesichert – fest, dass Deutschland als demokratischer, sozialer Rechtsstaat und föderativ organisiert sein muss. Regierungssystem ist eine parlamentarische Demokratie. Deutschland ist Gründungsmitglied des Europarates und der Europäischen Gemeinschaften, die mittels zunächst vorwiegend wirtschaftlicher Integration in den 1990er-Jahren zur politischen Europäischen Union (EU) zusammenwuchsen. Die Bundesrepublik Deutschland trat 1990 der Europäischen Währungsunion bei und ist Teil des Europäischen Binnenmarktes. Seit 2002 ist der Euro als Zahlungsmittel eingeführt. Deutschland ist zudem Teil des Schengenraums und der justiziellen und polizeilichen Zusammenarbeit mithilfe von Europol und Eurojust. Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU bestimmt die deutsche Außenpolitik mit. In Deutschland haben das Europäische Patentamt (München) und mehrere EU-Institutionen ihren Sitz: die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main, die EU-Versicherungsaufsichtsbehörde ebenfalls in Frankfurt und die Europäische Agentur für Flugsicherheit in Köln.

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