BRASILIEN


Kreuz und Quer, über Rio de Janeiro, Petropolis, Nationalpark Iguacu und Sao Paulo, nach Belo Horizonte und Ouro Preto in Minas Gerais, Brasilia, Manaus am Amazonas, Salvador de Bahia und Praia do Forte an der Estrada de Coco

Komm mit auf eine Reise in Wort, Bild und Film-Come on a journey in words, pictures+films

Ein etwas anderes Reisetagebuch – Reisetagebuch und Länderinfo am Beitragsende

Bem-vindo ao Brasil (1 € = 5,3616 BRL)
Wechselkurs am 04.08.2022

FOTOS:

VIDEOS:

Auf den Zuckerhut/Rio de Janeiro
Folklore- und Samba Show/Rio de Janeiro
Wasserfälle von Iguacú
Bootsfahrt über Amazonas und Rio Negro/Manaus

Reisetagebuch – The travel diary

Tag 1

Flug von Wien nach Paris mit den Austrian Airlines. Ein ~12-stündiger Flug mit der TAM bringt uns über den Atlantik nach Rio de Janeiro. Wir haben für Brasilien private Guides, welche uns jeweils bei Ankunft erwarten und tagsüber zu den von uns vorab bekanntgegebenen Orten und Stätten begleiten werden.  Wir werden bei Ankunft schon erwartet und da es schon spät am Abend ist zu unserem Hotel gefahren. Unterwegs legen wir den morgigen Tagesverlauf noch fest. Nach dem Check-in verabschieden wir uns auf das Zimmer wo unser Gepäck schon steht. Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir noch an den Strand und befinden uns gleich inmitten brasilianischer Lebensfreude auf der Copacabana. Bei einbrechender Dunkelheit finden wir Platz in der Churrascaria Fogo de Chão mit Blick auf das vorbeiziehende Treiben. Wir erhalten eine zweiseitige Scheibe, die man von Rot nach Grün wechselt, wenn man mehr essen möchte, sodass wir in unserem eigenen Tempo essen können. Die wunderschöne Lage des Restaurants neben dem Zuckerhut macht das Erlebnis noch unvergesslicher. Hätten wir vorsorglich nicht schon reserviert gebe es keine Möglichkeit einen Tisch zu erhalten.

Tag 2

Nach dem Frühstück in Buffetform wartet unser Guide schon am Fahrzeug für das erste Kennenlernen der Stadt. Wir starten mit der Seilbahn auf den Zuckerhut (Teleférico do Pão de Açúcar) und erhalten einen ersten Blick auf die Stadt (Kurzvideo) zu unseren Füssen und einen auf den Corcovado mit dem Cristo Redentor dem Wahrzeichen Rios. Wir blicken auf Botafogo und das Sambódromo. Für einen Besuch beim hier befindlichen Juwelier Stern muss dann vor der Talfahrt auch noch Zeit sein.  Am Maracanã Stadion ein Halt und ein Foto mit den auf einer Stele eingravierten Namen der weltbekanntesten Fußballer. Ein Abstecher nach Ipanema dem Strand der Schönen und Reichen, retour und hinauf auf den Corcovado mit der Zahnradbahn. Von der Station steigen wir die 220 Stufen zur Statue empor, die mit ihren 30m Höhe imposant aber nicht erdrückend ist. Ein traumhafter Blick über Rio und die Guanabara Bucht erschließt sich uns. Rückfahrt und weiter geht es zur Catedral Metropolitana auch Catedral de São Sebastião mit seinem Glasfenster und dem Heiligtum der schwarzen Muttergottes. Wir halten am Palácio Pedro Ernesto – das Rathaus, dem Teatro Municipal der Oper, der Biblioteca Nacional, sehen über den  Praça Floriano , auch bekannt als Cinelândia auf das Denkmal für Floriano Peixoto, halten vor dem Palácio Tiradentes, der Kirche unserer Frau vom Berge Carmel und der Reiterstatue Dom Joao VI vor dem Kaiserpalast. Wir schlendern durch Teles Arch dem letzten erhaltenen Viertel des alten Rios, besuchen das Kloster São Bento und machen anschließend Rast in der Confeitaria Colombo bei Kaffee und Kuchen.  In dieser im Stil der Wiener Kaffeehäuser erbauten Lokalität genießt man seinen Kaffee auf zwei Ebenen. Den Tag beschließen wir mit der Fahrt mit dem Bondinho (Straßenbahn) über den Arcos da Lapa in das Künstlerviertel Santa Teresa und retour. Sie ist eine der weltweit letzten mit einer Spurweite von 1100 Millimetern und die letzte elektrische Straßenbahn Südamerikas. Danach geht’s zurück in das Hotel. Der morgige Tag ist schnell besprochen und wir beeilen uns, um zu dem auf dem Dach befindlichen Pool zu kommen und auch die Sauna noch etwas zu genießen. Dann rasch fertiggemacht für das Abendessen denn wir werden im Anschluss zu einer Sambashow gefahren (Kurzvideo). Diese Show hat es in sich denn schon die Ausstattung der Sambatänzer, besser Tänzerinnen ist atemberaubend. Nach zwei Stunden endet die Show und wir lassen uns zum Hotel zurückbringen. Ein aufregender Tag ist zu Ende.

Tag 3

Heute fahren wir nach Petrópolis des 1825 von Tiroler Auswanderern gegründeten Ortes. 1843 ließ Dom Pedro II hier seine Sommerresidenz erbauen. Wir sehen das Palácio Quitandinha, bei seiner Erbauung das größte Hotelcasino Lateinamerikas besucht von bemerkenswerten Gästen wie z. B. Errol Flynn, Orson Welles, Lana Turner, Henry Fonda, Maurice Chevalier, Greta Garbo, Carmen Miranda, Walt Disney, Bing Crosby, Politiker wie Eva Perón und Präsident Getúlio Vargas und König Carol II. von Rumänien. Heute sind die Zimmer in Privateigentum verkauft. Wir besuchen die Catedral de São Pedro de Alcântara mit dem Grabmal von Dom Pedro II und seiner Frau Dona Teresa Cristina, sehen den Palacio de Cristal, um im Anschluss den Palast mit dem heute darin befindlichen Museo Imperial bei einer Führung zu erkunden. Bevor wir nach Rio zurückkehren fahren wir an der Casa Stefan Zweig vorbei in welcher der Dichter mit seiner zweiten Frau Lotte 1942 den Freitod wählte. Wieder zurück legen wir den Zeitpunkt für die morgige Fahrt zum Flugplatz fest und verabschieden den Guide. Nach dem Abendessen erfrischen wir uns noch im Pool und lassen den Tag nochmals Revue passieren. (ca. 142 Km)

Tag 4

Nach dem Frühstück die Koffer vorbereitet und jetzt nochmals an die Copacabana. Am Strand vor dem bekannten Grand Hotel Copacabana Palace wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen hier auch gebadet zu haben. Dann aber zurück, Koffer fertig gemacht, Check-Out und wir werden zum Flughafen gebracht für unseren Flug nach Foz do Iguaçu. Nach zwei Stunden sind wir dort eingetroffen. Der Guide erwartet uns nach der Passkontrolle und nach einer kurzen Begrüßung werden wir zunächst zum Hotel gefahren. Nach dem Check-Inn aufs Zimmer, Regenkleidung herausgenommen (wegen des zu erwartenden Sprühnebels) und wir fahren dahin was einer der Höhepunkte dieser Reise ist. Der Nationalpark Iguaçu ein UNESCO-Weltnaturerbe zwischen Brasilien und Argentinien gelegen. Wir besuchen die brasilianische Seite der Wasserfälle welcher der kleinere Teil ist. Am Weg vom Parkplatz zu den Fällen erschließt sich uns diese Größe, die sie einnehmen. Bei diesem Anblick kann man nachvollziehen, wenn die einstige First Lady der USA Eleanor Roosevelt beim Anblick dieser Fälle nur die zwei Worte – Poor Niagara – ausgesprochen hat. Die Auslegung bleibt jedem selbst überlassen. Die Erkundung von Flora und Fauna bei einem Spaziergang durch den Nationalpark unterlassen wir ob der schon späten Tageszeit und lassen uns zum Hotel zurückbringen. Wir verabschieden den Guide nicht ohne den morgigen Zeitplan besprochen zu haben und gehen noch schwimmen im Pool, ehe wir zu Abend Essen und uns auf das Zimmer zurückziehen. (ca. 56 Km)

Tag 5

Mit Spannung erwarten wir den heutigen Ausflug auf die argentinische Seite der Wasserfälle. Der Guide holt uns nach dem Frühstück ab und bringt uns zum Touristenbus, der in den argentinischen Teil des Nationalparks fährt. Da diese Besichtigung (Kurzvideo) grenzüberschreitend ist erwartet uns dort ein anderer Guide zur Begleitung. Wir fahren mit dem Bus über die Tancredo-Neves-Brücke welche beide Staaten verbindet und nach der Zollkontrolle bis in den Nationalpark. Wir werden vom Guide empfangen und zum Tren Ecológico de la Selva gebracht, einer Bahn gleich derer im Wiener Prater. Mit dieser geht es durch den Nationalpark bis in die Nähe der Wasserfälle. Dann gehen wir zum Teil auf Stegen über den Iguazú bis zur Aussichtsplattform am Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund. Der Fluss gilt als der Totenfluss, da die Indogenen vormals die Gebeine der Verstorbenen oberhalb der Wasserfälle in den Fluss geworfen haben und diese im „Teufelsschlund“ den Blicken der Hinterbliebenen entschwanden. Nach diesem beeindruckenden Schauspiel der Natur konzentrieren wir uns am Rückweg mehr auf Flora und Fauna und entdecken unter anderem Tukans und auch Schlangen. Zurück beim Bus entlassen wir den Guide und fahren mit diesem zu einer weiteren Besichtigung nach Paraguay zum Staudamm Itaipú nach dem Drei-Schluchten-Damm der zweitgrößte Damm der Welt und eines der modernen Weltwunder. Den Bus verlassen dürfen wir nur an bestimmten Stellen zum Fotografieren da wir uns in einem anderen Staat befinden. Dann geht es zurück nach Brasilien und nach Foz do Iguaçu. Vor dem Nachtmahl erfrischen wir uns wieder im Pool. Danach heißt es wieder Koffer packen und sich vorbereiten für den nächsten Flug, der uns nach São Paulo bringt. Da die Erklärungen über den Staudamm nur in Portugiesisch waren lesen wir das jetzt nach und erfahren so dass dieser 90% des gesamten Strombedarfs von Paraguay deckt wobei Paraguay nur ca. 7 % des produzierten Stroms benötigt und den Rest exportiert. (ca. 92 Km)

Tag 6

Mit Koffer und Lunchpaket werden wir um 05:30h morgens abgeholt und zum Flughafen gefahren, Abflug nach São Paulo um 07:30h. In 02:45 Stunden landen wir in São Paulo und ein Guide holt uns wieder ab. São Paulo der größte industrielle Ballungsraum Lateinamerikas erwartet uns und nach Tagen in der Natur ist das ein Kulturschock nicht nur wegen der hohen Schadstoffkonzentration der Luft auch wegen des herrschenden Verkehrs. Vom Flugplatz weg geht es direkt in die Stadt zur Rundfahrt. Wir stoppen am Praça da Sé mit der Kathedrale von São Paulo, dem Marco Zero oder Nullpunkt der Stadt, Theatro Municipal, Pátio do Colégio und sehen ringsherum riesige Häuser im Kolonial- und Art-déco-Stil, eingerahmt von Bauhaus- und Le-Corbusier-Architektur. Wir haben etwas Zeit im Centro Histórico in der Rua de Março dem riesigen Open-Air Einkaufszentrum vorbei an billigstem Ramsch zu flanieren, bevor es zum Hotel geht. Wir besprechen uns mit dem Guide wegen des nächsten Tages und nehmen seine Warnung ernst bei Dunkelheit möglichst nicht das Haus zu verlassen. So gehen wir noch in die Sauna, zum Abendbuffet und auf unser Zimmer.

Tag 7

Da der Flug heute erst zu Mittag stattfindet bummeln wir durch die unmittelbare Gegend um das Hotel, sind zeitgerecht zurück, um zum Airport gebracht zu werden. Nach Belo Horizonte fliegen wir eine Stunde. Von da bringt uns der neue Guide quer durch die Stadt vorbei an der Igreja de São Francisco de Assis (Franziskuskirche), entworfen vom berühmten brasilianischen Architekten der modernen Schule, Oscar Niemeyer in einer zweistündigen Autofahrt nach Ouro Preto. Wegen ihrer barocken Altstadt ist sie in der Welt einzigartig und seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe. Bekannt durch ihre Goldfunde, am Höhepunkt des Goldrausches, zum Ende des 18. Jahrhunderts, war sie damals die größte und reichste Stadt in der Neuen Welt. Von 1700 bis 1820 wurden ca. 1200 Tonnen Gold gefördert, 80 % der damaligen Weltproduktion. Nach Rückgang der Goldförderung am Ende des 19. Jahrhunderts fördern gegenwärtig in dem Gebiet noch drei Goldminen. Nach wie vor lassen sich in den Bergen von Minas Gerais aber auch Diamanten finden und sind heute eine wichtige Einnahmequelle für Ouro Preto. Unsere Unterkunft wird die Pousada Clássica im Zentrum nahe des Praça Tiradentes. Wieder ein Check-Inn und begleitet von unserem Guide geht es zu Fuß durch die Stadt. Wir schauen in einen Lebensmittelladen und eine Schnapsbrennerei und steigen die Stufen zur im Rokokostil gebauten Igreja Nossa Senhora do Carmo empor. Es beginnt zu dämmern und wir verabschieden uns bis zum nächsten Morgen von unserem Guide. Wir gehen zur Pousada zurück, machen uns frisch und suchen uns ein Lokal zum Essen. Wir landen in der Casa do Ouvidor einer dieser typischen Gaststätten. Besser hätten wir es nicht treffen können. Zum Abschluss des Tages sehen wir noch den Praça Tiradentes und das ein Meter Haus, das kleinste Haus der Stadt bei Nacht. Danach fallen wir müde ins Bett. (ca. 98 Km)

Tag 8

Der Tag beginnt mit einer halbstündigen Fahrt nach Mariana. Wie Ouro Preto wird auch Mariana vom barocken Stil geprägt. Hier wird traditionell große Menge Eisenerz abgebaut. Wir besuchen die Igreja São Pedro dos Clérigos, Igreja São Francisco de Assis und Igreja Nossa Senhora do Carmo. Spazieren etwas durch die Stadt und fahren nach Ouro Preto zurück. (ca. 30 Km) Es gibt auch einen alten Zug für Ausflugsfahrten zwischen diesen beiden Orten welcher von der Dampflok Maria Fumaça (Maria Rauch) gezogen wird. Das ist aber zeitlich nicht in unserem Programm vorgesehen. In der Stadt zurück machen wir uns wieder zu Fuß auf, zunächst zur Casa da Opera. Es ist das älteste in Betrieb befindliche Opernhaus Lateinamerikas und das erste Opernhaus Brasiliens. Es gibt drei Stockwerke mit 300 Plätzen. Oben auf der Bühne befindet sich ein wunderschönes Gemälde. Die Thonet Originalbestuhlung von 1770 ist noch immer erhalten. Das ist schon alles sehr erstaunlich. An der Igreja Nossa Senhora do Carmo vorbeikommend sehen wir auf den Stufen eine von Fotografen umlagerte Schwarze Schönheit in weißem Brautkleid. Was für ein wunderbarer Kontrast. Wir gehen weiter zur Kirche Santa Efigênia, wird auch Rosario do Alto da Cruz do Padre Faria genannt. Es war eine Art Zuflucht für schwarze Sklaven, deren Bruderschaft von Nossa Senhora do Rosário dos Pretos Weiße zur Teilnahme an Messen zuließ. In der Igreja de São Francisco de Assis bewundern wir die Arbeiten von Manuel da Costa Ataíde, dem bedeutendsten Maler des kolonialen Brasilien. Vom Außenbereich der Kirche, welche erhöht über der Stadt liegt haben wir einen schönen Blick auf diese. Wir bummeln nach Verabschiedung des Guides noch durch die Stadt, sehen dabei die letzte aus der Gründungszeit erhaltene Straße, lassen auf einer Sitzgelegenheit am Praça Tiradentes das Treiben an uns vorüberziehen, suchen wieder unsere Casa vom Vortag auf, gehen zurück in unsere Pousada zum schon gewohnten Koffer packen und bereiten uns darauf vor zeitlich, sehr zeitlich für den Weiterflug abgeholt zu werden.

Tag 9

Wieder einmal mit Koffer und Lunch Paket sind wir seit 03:00h morgens unterwegs nach Belo Horizonte zu unserem Flug in die Hauptstadt Brasiliens – Brasilia. (ca. 98 Km) Am frühen Vormittag, nach 01,50 Stunden Flugzeit sind wir dann in Brasilia angekommen. Wieder werden wir bereits erwartet und zuerst zum Hotel gefahren. Nach dem üblichen Check-In gehen wir auf Stadtbesichtigung. Die Fahrt geht zum Complexo Cultural da República, wo wir die Biblioteca Nacional de Brasília sehen mit dem Museu Nacional da República. Unweit davon betreten wir die Catedral Metropolitana Nossa Senhora Aparecida dieses fantastischste von Oscar Niemeyer entworfene Werk, dessen Kronenformat mit einem Wasserspiegel verziert und mit Werken renommierter modernistischer Künstler verziert ist. Im Espaço Lúcio Costa bestaunen wir das taktile Modell von Brasilia, Tafeln mit Kopien des Projekts und historische Fotos aus der Zeit des Baus und der Einweihung der Stadt. Weiter am westlichen Ende des Eixo Monumental am Praça dos Três Poderes sehen wir den Palácio do Planalto es Präsidenten als Exekutive, Palácio Nereu Ramos – Gebäude des Nationalkongress als Legislative und Supremo Tribunal Federal – Gebäude des Obersten Gerichtshofs als Judikative, – Entwurf Oscar Niemeyer. Ein Stopp beim Kubitschek Denkmal und weiter zum Palácio da Alvorada, zu Deutsch Palast der Morgenröte auf einer Halbinsel im Paranoá-See liegend. Der Palast ist seit Juscelino Kubitschek bis heute die offizielle Residenz der brasilianischen Präsidenten. Es war das erste von dem Architekten Oscar Niemeyer im Stil der Moderne entworfene Regierungsgebäude. Wir sehen die Kubitschek Brücke und halten am Teatro Nacional Cláudio Santoro. Dieser Cláudio Santoro erhielt 1952 in Wien den Internationalen Friedenspreis des Weltfriedensrates für sein Werk Canto de Amor e Paz. Danach lassen wir uns noch zum Fernsehturm bringen dem mit 224m höchsten Bauwerk Brasilias. Auf der in 75m Höhe gelegenen Plattform haben wir eine fantastische Rundumsicht auf Brasilia. Dann aber geht’s zum Hotel, wo wir uns wieder einmal von einem langen Tag im Pool erfrischen, ehe es zum Abendbuffet geht.

Tag 10

Den Tag beginnen wir mit dem Besuch des Juscelino Kubitschek Memorial. Auf diesem langgestreckten, von Oscar Niemeyer entworfenen monolithischen Gebäude ohne Fenster befindet sich eine 4,5m große Statue des Präsidenten in einer stilisierten Sichel. Wir betreten das Gebäude über eine unterirdische Rampe. Einzige natürliche Lichtquelle ist ein rot gefärbtes Fenstermosaik über dem zentralen Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Präsidenten. Neben einer Sammlung von Orden und Auszeichnungen, befinden sich einige, ebenfalls von Oscar Niemeyer entworfene Ledersitzgruppen. Neben dem Memorial der Praça do Cruzeiro. Im Anschluss fahren wir noch zum Santuário Dom Bosco.  Die effektvolle Beleuchtung in der Kirche wird durch die Verwendung von in 12 verschiedenen Farbtönen (Blau bis Purpur) gehaltenen Glasbausteinen (Murano Glas) erzielt, diese sollen den klaren Sternenhimmel symbolisieren. Besonderer Blickfang ist ein an Stahlseilen aufgehängter Kristalllüster aus 7.400 Einzelteilen aus Murano-Glas, der eine Höhe von etwa drei Metern besitzt. Zu beachten das acht Meter hohe Kruzifix. Mit der Fahrt zum Flughafen nehmen wir Abschied von Stadt und Guide und fliegen weiter nach Manaus. Nach knapp 03 Stunden Flug nimmt uns der nächste Guide in Empfang. Um den Tag zu nutzen bringt er uns zum nationalen Forschungsinstitut für den Amazonas Bosque da Ciência. Neben vieler Art an Flora und Fauna ist es neben Seekühen eine Begeisterung für das größte Blatt der Welt vom Coccoloba gigantifolia das bis zu 2,5m erreichen kann und in einer Vitrine zu sehen ist. Danach fahren wir zum Teatro Amazonas. Dieses Haus wurde am 31. Dezember 1896 eingeweiht, die erste Opernaufführung war am 7. Januar 1897 die Premiere der Oper La Gioconda von Amilcare Ponchielli. Wir haben großes Glück noch Karten für die am heutigen Tag stattfindende Vorstellung zu bekommen. Dem Teatro Amazonas vorgelagert befindet sich der Praça São Sebastião ein wunderschöner Platz mit wellenartiger Bodenpflasterung in weißen und schwarzen Steinen. Die schwarz-weißen Wellen der Pflastersteine stellen den Zusammenfluss von Rio Negro mit dem Amazonas dar. Darauf befindet sich das Denkmal der vier Kontinente im Zentrum. Rundherum befinden sich Lokale mit farbenfrohen Fassaden, welche die wohlbekannte ausgelassene Stimmung brasilianischer Natur erzeugen. Wir sind beglückt ob der erhaltenen Karten und lassen uns zum Hotel fahren. Üblicher Check-Inn, duschen, Abendessen, nochmals duschen ob der hohen Luftfeuchtigkeit (87%) und vorbereiten für die Opernaufführung. Die entsprechende Kleidung haben wir nicht umsonst mitgenommen. Was uns erwartet ist eine Kinderoper, welche das Thema Mensch und Natur Amazoniens und ihre Umwelt zum Inhalt hat. Am Nachhauseweg macht sich dieses andersartige Klima ungemütlich bemerkbar. Die Klimaanlage im Hotel bringt etwas Erleichterung.

Tag 11

Am Morgen lassen wir uns zum Hafen fahren, wo wir zu einer Fahrt am Amazonas starten. Wir sehen die Stadt vom Boot aus erleben den Amazonas bei abwechselnden Genüssen von frischer Ananas und Milch von der Kokosnuss und sind dann bald am Encontro das Aguas dem Zusammenfluss von Amazonas mit dem Rio Negro (Kurzvideo). Es sei erwähnt, dass sich hier der größte Fluss der Erde (Amazonas) mit dem zweitgrößten Nebenfluss der Erde (Rio Negro) begegnen. Diese gewaltigen Wassermassen fließen nicht sofort ineinander, sondern elf Kilometer im selben Flussbett nebeneinanderher, bevor sich ihr Wasser vermischt und der Fluss wieder eine einheitliche Farbe aufweist. Das Boot verweilt eine Zeit lang, um uns Gästen dieses Schauspiel genießen zu lassen. Dann nimmt es Kurs in den Amazonas Urwald auf. In einem Seitenarm fahren wir entlang des Urwalds und beobachten dessen Flora. Wir kommen zu einer schwimmenden Insel welche von Caboclos (Mischlinge aus Indios und Europäern) bewohnt ist. Sie betreiben hier ein schwimmendes Restaurant und einen Markt. Wir essen hier zu Mittag und genießen so manche Köstlichkeit, die in Europa ein ganz anderes Geschmacks Erlebnis ist. Am Markt werden einheimische Dinge feilgeboten. Dann gehen wir über Holzstege in den Urwald hinein, bis wir an eine Lichtung gelangen, auf der die Wasserfläche zur Gänze von den Blättern der Victória Regina bedeckt ist. Es ist schon sehr erstaunlich diese Riesenseerosen in Natur zu sehen. Ein Stück weiter steigen wir in motorisierte Kanus auf welchen wir im Anschluss von Indogenen durch den Amazonasurwald gefahren werden. So erschließt sich uns aus unmittelbarer Nähe Flora und Fauna. So erlebnisreich diese Fahrt auch ist birgt sie für einen Kontinentaleuropäer auch etwas Unheimliches an sich. Am Ende steigen wir auf unser Schiff um und fahren zurück nach Manaus. Beim Verlassen des Bootes werden wir überrascht denn wir erhalten einen Videofilm der Fahrt geschenkt. Ein freudiges Ereignis das man nicht erwartet. Unser Guide wartet schon am Pier auf uns und es geht für den Rest des Tages noch auf eine Stadtrundfahrt. Wir sehen das Alfândega (Zollhaus), den aus der Gründerzeit stammenden Uhrturm (Little Big Ben) und den Mercado Municipal Adolpho Lisboa nach Plänen von Gustave Eiffel erbaut. Besichtigen die Cathedral De Nossa Senhora Da Conceição,  den Palácio da Justiça (ehem. Justizpalast) und das Palácio Rio Negro. Staunen über die vielen gut erhaltenen Gründerzeithäuser und enden bei unserem Hotel.

Tag 12

Heute Vormittag haben wir kein Programm und spazieren deshalb nochmals zum Praça São Sebastião und dem Teatro Amazonas. Nach dem Mittagessen werden wir zum Flughafen gebracht und unsere Reise geht mit Zwischenstopp in Brasilia weiter nach Salvador de Bahia wo wir nach 5,50 Stunden eintreffen und vom Guide zum Hotel gebracht werden.  Wieder ein Check-In, aufs Zimmer, geduscht und zum Dinner. Wir wohnen am Praça Cruzeiro de São Francisco und bummeln noch etwas über den Platz bevor wir uns aufs Zimmer zurückziehen.

Tag 13

Nach dem Frühstück wartet der Guide schon auf uns und wir starten los zur Stadtbesichtigung. Hier können wir alles zu Fuß erkunden. Zunächst einmal die Igreja de São Francisco als Hauptsehenswürdigkeit. Die prächtige Innendekoration wurde von verschiedenen Künstlern der damaligen Zeit aufwendig gestaltet und nahm ganze 150 Jahre bis zur Fertigstellung in Anspruch. Es wird davon ausgegangen, dass für die Innengestaltung der Kirche São Francisco etwa 1.000 kg echtes Gold verwendet wurde. Ein atemberaubender Prunk. Direkt neben der Franziskanerkirche liegt die Igreja da Ordem 3 aSecular de São Francisco da Bahia. Diese Kirche beherbergt den einzigen Satz portugiesischer Kacheln, der Lissabon vor dem Erdbeben von 1755 darstellt. Von hier gehen wir weiter zur Igreja Nossa Senhora do Rosário dos Pretos welche von Sklaven für Sklaven gebaut wurde. Unterwegs sehen wir immer wieder eine Baiana de Acarajé. Sie sind diejenigen, die die Stadt, die Bräuche und die Aromen von Salvador präsentieren. Sie sind Bahias historisches und affektives Gedächtnis. Die Produktion und der Handel von Delikatessen sind überwiegend weiblich und finden sich im öffentlichen Raum, hauptsächlich auf Plätzen, Straßen, Stadtmessen und am Meer, sowie auf Straßenfesten und anderen Feierlichkeiten, die die Stadtkultur kennzeichnen. Das für Candomblé-Riten charakteristische Kleid der Bahiana ist ebenfalls ein starkes Element bei der Identifizierung dieses Handels. Es besteht aus Turbanen, Tüchern und Perlen, die die religiöse Initiation der Baiana symbolisieren. Hier am Pelourinho sind auch die Olodum, eine der bekanntesten Gruppen des Sambareggae zu Hause. 1995 nahm Michael Jackson die Single They Don’t Care About Us (https://www.youtube.com/watch?v=QNJL6nfu__Q) mit der Gruppe auf, die auch in dem gleichnamigen Video von Spike Lee zu sehen ist. Immer wieder fallen uns auch an Hauseingängen Fresken der Freimaurer auf. Wir kommen an der Universität vorbei, sehen die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco mit ihrer Barockfassade und die Basilica Catedral. Hier verabschieden wir den Guide nach dem Festlegen der Planung für den nächsten Tag. Weiter zur Igreja da Ordem Terceira de São Domingos mit dem Bildgewaltigen Deckenfresko. Am Platz davor üben sich Jugendliche am Capoeira der brasilianischen Kampfkunst. Wir gehen zum Palácio Rio Branco, Igreja da Misericórdia, Monumento da Cruz Caída welches an den Abriss der Igreja da Sé erinnert. Hier bietet sich ein wunderbarer Blick von der Oberstadt auf die Unterstadt und das Forte São Marcelo. Wir suchen uns einen Platz zum Dinner in einem Restaurant am Praça Cruzeiro de São Francisco mit Musik. Von da ist der Weg nur wenige Schritte zu unserer Unterkunft.

Tag 14 – Tag 22

Wir lassen uns heute Morgen länger Zeit und gehen erst später zum Frühstück. Wir haben Zeit, weil wir erst am Nachmittag abgeholt werden. Wir fahren heute in die Unterstadt mit dem Gonçalves Inclined – Plan, der alten Standseilbahn. In der Unterstadt angekommen gehen wir weiter zur Igreja Nossa Senhora de Conceicao da Praia. Suchen den Mercado Modelo auf, einen Markt für Kunsthandwerk. Da wird es dann zu Mittag und wir nehmen Platz auf der Terrasse des hier befindlichen Restaurants. Nach dem Lunch fahren wir mit dem Elevador Lacerda in die Oberstadt. Am Hotel treffen wir mit unserem neuen Guide zusammen, der uns in einer 1,50-stündigen Fahrt über die Estrada de Coco nach Praia do Forte bringt. (ca. 83 Km) Wir haben diesen Ort der Entspannung ausgesucht da die Hotelanlage direkt am feinsandigen Strand der Costa dos Coqueiros liegt. Es ist unser letztes Check-In. Für die nächsten acht Tage ist Entspannung und Nichtstun angesagt. Wir verabschieden den Guide, nachdem wir den Ablauf für die Heimreise abgestimmt haben. Dann werden wir zu unserem Appartement gebracht wo schon unsere Koffer auf uns warten. Nach einer Zeit von Koffer auf und zu einem letzten Mal die Kleidung und Utensilien auf ihren Platz, bzw. einiges davon für die Reinigung vorbereiten. Jetzt ab in das Bad und danach noch an irgendeinen Pool. An der Pool Bar einen Caipirinha genommen und nach dem erlebten auf einen schönen Ausklang dieser Reise angestoßen. Da es hier in der Anlage, egal ob Restaurants mit Bedienung oder Buffet Restaurant, einen rund um die Uhr Service gibt brauchen wir uns zum Dinner nicht beeilen und genießen erst einmal ausgiebig das Bad im Pool. Nach dem Ankleiden für das Dinner spazieren wir durch die weitläufige Anlage um uns mit den Gegebenheiten vertraut zu machen und nehmen uns aus der Empfangshalle einige Folder für einen eventuellen Ausflug mit. Es gibt ein ansprechendes Theater, eine Disco und ein Sportcenter. Im freien gäbe es dann noch die Tennisanlagen, Golf und Beachball Plätze. Davon werden wir keinen Gebrauch machen. Wir beschließen unsere Konsumation für die Zeit des Aufenthaltes im Buffet Restaurant einzunehmen. Sollten wir das einmal nicht wollen gibt es noch immer die Möglichkeit in einem der Restaurants zu essen. Da wissen wir noch nicht, dass wir bei einem Buffet in der Größe eines Tennisfeldes gar nicht mehr an diese Möglichkeit denken werden. Nach Tagen des Müßigganges machen wir heute einen Ausflug. Wir lassen uns mit dem Hoteleigenen Transfer in den Ort, der immer noch den Charme eines Fischerdorfes hat, bringen und wandeln durch die malerische Fußgängerzone an den Strand. Vorbei am alten Leuchtturm ist das Ziel das Projeto TAMAR. Hier ist die erste Station gewesen für Schutz und Forschung von Meeresschildkröten. Im Besucherzentrum kann man in Meerwasserbecken mehrere Arten davon beobachten. Wir sehen welche die eine Größe von bald 1m haben (und bis 3m erreichen können) und ebenso gerade geschlüpfte in anderen Becken. Es ist ein Mondfisch ausgestellt, der die Größe eines Erwachsenen erreicht. Und noch vieles mehr. Wir sind zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt und werden ins Hotel zurückgebracht. (ca. 22 Km) Am Empfang werden wir gefragt, wie es uns gefallen hat und wir erfahren, dass es auch bei unserer Anlage eine bewachte nächtliche Sperre des Zuganges zum Strand gibt, um das Schlüpfen der Schildkröten zu gewährleisten. Es war ein bereichernder Ausflug am heutigen Tag. Heute ist unser letztes Dinner, unser letzter Abend. Es geht danach die Koffer fertigmachen denn morgen am Nachmittag werden wir zum Flughafen nach Salvador de Bahia gebracht.

Tag 23

Nach dem Frühstücksbuffet noch ein letztes Mal in den Pool und zu Mittag letztmalig zum Lunch. Dann die restlichen Sachen im Koffer verstaut und beim Empfang der Check-Out. Wir werden abgeholt und über die Estrada de Coco geht es zum Flughafen von Salvador de Bahia. (ca. 83 Km) Wir fliegen 2 Std. nach Rio de Janeiro und dann 11 Std. bis Paris. In Paris müssen wir einen etwas längeren Aufenthalt hinnehmen bis die AUA uns in 2 Std. zurück bis Wien bringt.

Sie ist zu Ende, eine Reise welche ein mehr an neuen Erkenntnissen, Erlebnissen und Begegnungen mit einem anderen Kulturkreis gebracht hat. Eine bereichernde Reise.

BRASILIEN 

Nach der Aufteilung des südamerikanischen Kontinents durch den Vertrag von Tordesillas wurde Brasilien eine portugiesische Kolonie. Nach der 1822 erlangten staatlichen Unabhängigkeit wurde das Land 1889 zu einer Republik. Brasiliens Landschaft ist von tropischen Regenwäldern des Amazonas-Tieflands im Norden und Hochebenen und Gebirgen im Süden geprägt. Der höchste Berg ist der 2994m hohe Pico da Neblina, allerdings sind der 710m hohe Corcovado mit der 30m hohen Erlöser-Statue sowie der seiner konischen Form wegen berühmte 395m hohe Zuckerhut in Rio de Janeiro berühmter. Der größte Fluss ist der Amazonas, er ist der weitaus wasserreichste Fluss der Erde. Zum brasilianischen Hoheitsgebiet gehören auch einige Inseln im Atlantik, von denen das Rocas-Atoll aufgrund der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt als Weltnaturerbe aufgenommen wurde. Brasilien ist das artenreichste Land der Erde. Entdeckt wurden bislang unter anderem rund 55.000 Blütenpflanzen-, über 3000 Süßwasserfisch-, 921 Amphibien-, 749 Reptilien- und 51 Primaten-Arten. Aufgrund der enorm großen Biodiversität (die vierthöchste der Welt), der großen Zahl von endemischen Arten, Gattungen und Familien und den vielfältigen Ökosystemen zählt Brasilien zu den Megadiversitätsländern dieser Erde.  Im tropische Regenwald des Amazonasgebiets wurden mehr als 2500 Baumarten entdeckt. Bekannt sind im gesamten Amazonasgebiet vor allem Papageien, Tukane und Kolibris. Es sind extrem viele Insekten- und Schmetterlingsarten bekannt. Größere Tiere sind der Tapir, Wildschwein (Pekari), Jaguar und der Puma. Daneben kleinere Wildkatzen, Affen, Faultiere, Gürteltiere und Ameisenbären. An den Ufern und an Flachwässern leben Anakondas, Kaimane und Capybaras und weitere Säugetiere wie Riesenotter, Flussdelfine und Seekühe. Etwa 1500 Fischarten  sind im Amazonas beheimatet. Darunter einer der größten bekannten Süßwasserfische der Welt: Der PirarucúEin Zitteraal, der 800-Volt-Stromschläge austeilt, und die Piranhas sind ebenso außergewöhnlich. Im Berg- und Hochland und im Nordosten des Landes in den Savannen, sind typische Bewohner Großer Ameisenbär, Mähnenwolf, Pampashirsch, Nandu und verschiedene Gürteltiere. All diese und auch große Raubkatzen wie Jaguare und Pumas werden etwa im Nationalpark Emas, der eine Welterbestätte bildet, geschützt. Das Pantanal weist eine noch größere Tier- und Pflanzenvielfalt auf. Charakteristisch sind dort zahlreiche Vogelarten, Flachlandtapir, Sumpfhirsch, Wasserschwein und Kaiman. In Brasilien gibt es 62 Nationalparks. Brasilien hat Mitte 2008 einen Fonds zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes ins Leben gerufen und erstmals einen Zusammenhang zwischen diesem Schutz und der globalen Erwärmung akzeptiert. Brasilien hat sich an verschiedenen Umweltabkommen, so auch dem Kyoto-Protokoll von 1997 beteiligt. Ursprünglich vier Bevölkerungsgruppen bilden die brasilianische Bevölkerung, Portugiesen (als Kolonialisten), Afrikaner, Europäer und einheimische Volksgruppen.  Brasilien ist das einzige portugiesischsprachige Land Amerikas mit einem eigenen Charakter. Etwa 65% der Bevölkerung bekennen sich zu dem stetig schrumpfenden Anteil der römisch-katholischen Kirche. 2015 lag die Alphabetisierungsrate des Landes über 92%. Es besteht Schulpflicht. In Brasilien wird jeder ärztlich behandelt, ohne eine Krankenversicherung zu besitzen. Dennoch haben viele eine private Krankenversicherung, die ihnen die Behandlung in privaten Häusern ermöglicht. Die Biennale von São Paulo ist das größte Kunstereignis in Brasilien. In Brasilien gilt MPB (Música Popular Brasileira) als Ausdruck des musikalischen und nationalen Selbstverständnisses. Die wohl bekannteste brasilianische Musikform ist die Samba. Der brasilianische Erfolgsautor Paulo Coelho ist zurzeit der weltweit meistgelesene Autor. Die größten Architekten des Landes sind Oscar Niemeyer, der als Wegbereiter der brasilianischen Architektur gilt, sein früherer Dozent Lúcio Costa und Roberto Burle Marx.   National- und Volkssport des Landes ist der Fußball. Die brasilianische Fußballnationalmannschaft ist fünfmaliger Weltmeister und damit die erfolgreichste Nationalmannschaft der Welt. Für viele Fußballfreunde gilt Pelé als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Mit den Formel-1-Rennen hat das Land unter Emerson Fittipaldi, Nelson Piquet und Ayrton Senna drei mehrfache Weltmeister hervorgebracht.

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Veröffentlicht von Roberts und Christines Reiseerlebnisse

Zum Fotografieren bin ich direkt und ohne Umwege gekommen. Da hat noch alles begonnen mit Fotografien auf lichtempfindlichem Papier. Meine erste Kamera habe ich als Kind zu meinem Geburtstag bekommen. Dann, einige Jahre später, zum gleichen Anlass, mit einer hochwertigeren Kamera, war eines für mich klar: Meine Freude am Reisen und die damit verbundene Neugier sowie die Angewohnheit vieles davon festzuhalten weckten den Anreiz in mir, andere daran teilhaben zu lassen.

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